Top 21 Sehenswürdigkeiten in Kempen

Die charmante Stadt Kempen am Niederrhein begeistert mit einer perfekt erhaltenen Altstadt, historischen Bauwerken und einer entspannten Atmosphäre fernab vom Großstadttrubel. Ob für einen Tagesausflug oder einen entspannten Wochenendtrip – Kempen bietet eine überraschende Vielfalt an kulturellen Highlights und sehenswerten Orten.

Von der imposanten Kurkölnische Landesburg über verwinkelte Gassen bis hin zu idyllischen Plätzen gibt es hier viel zu entdecken. Besonders die Mischung aus Geschichte, Architektur und niederrheinischer Lebensart macht die Sehenswürdigkeiten in Kempen so besonders.

In diesem Beitrag zeige ich dir die Top 21 Sehenswürdigkeiten in Kempen, die du auf keinen Fall verpassen solltest – inklusive echter Geheimtipps und Highlights für deinen perfekten Besuch.

Top 21 Sehenswürdigkeiten in Kempen

1. Kurkölnische Landesburg

Die Kurkölnische Landesburg ist eines der bedeutendsten historischen Bauwerke in Kempen und ein zentrales Wahrzeichen der Stadt. Die im 14. Jahrhundert errichtete Wasserburg diente ursprünglich den Kölner Erzbischöfen als befestigte Landesburg und Verwaltungszentrum. Die Burg selbst kann nicht besichtigt werden. Heute befindet sich in der Burg das Kreis- und Stadtarchiv. Es ist jedoch trotzdem ein wunderschöner Ort, ein toller Foto-Spot und im Sommer ein schöner Platz für ein Picknick. Direkt neben der Burg gibt es übrigens einen Parkplatz.

Burg Kempen
Burg Kempen

2. Die historische Altstadt

Die Kempener Altstadt ist eine Mischung aus Tradition und Moderne, mit einer Fußgängerzone, Geschäften, Gastronomie und kulturellen Sehenswürdigkeiten wie der Burg und dem Franziskanerkloster. Sie ist bekannt für ihre lebendige Atmosphäre, die durch eine erfolgreiche Stadtsanierung ab den 1960er Jahren entstand und zu einem beliebten Anziehungspunkt für Touristen und Einwohner macht. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und Patrizierhäusern ist zudem ein Zentrum für Veranstaltungen.

Altstadt Kempen
Altstadt Kempen

3. Buttermarkt & Rathaus

Der Buttermarkt ist das historische Herz der Kempener Altstadt und ein zentraler Treffpunkt für Einheimische wie Besucher. Umgeben von liebevoll restaurierten Häusern, kleinen Geschäften und gemütlichen Cafés lädt der Platz zum Verweilen ein. Besonders schön ist es hier bei gutem Wetter, wenn man draußen sitzt und das entspannte Flair der Stadt genießt. Während WM und EM Spielen findet hier auch Public Viewing statt. Das historische Rathaus befindet sich direkt am Buttermarkt. 

Buttermarkt Kempen
Buttermarkt Kempen

4. Propsteikirche St. Mariae Geburt

Die katholische Marienkirche entstand ursprünglich im romanischen Stil, wovon der Westturm noch zeugt. Im Mittelalter wurde sie zur dreischiffigen Hallenkirche mit gotischem Gewölbe erweitert, um den vielen Pilgern Platz zu bieten. Erhalten sind unter anderem drei flämische Schnitzaltäre, darunter der 1513 von Meister Adrian van Overbeck geschaffene Hochaltar. 1945 fast zerstört, wurde die Kirche bis 1958 wieder aufgebaut, wobei viele Schätze, darunter Glasfenster des 19. Jahrhunderts, gerettet wurden. Der 1508 gestiftete Marienleuchter im Mittelgang mit seiner strahlenden Madonna bildet das Herzstück der Kirche und symbolisch das Zentrum der Stadt.

Propsteikirche St. Mariae Geburt Kempen
Propsteikirche St. Mariae Geburt

5. Franziskanerkloster

Das Franziskanerkloster in Kempen wurde zwischen 1627 und 1630 zur Stärkung des katholischen Glaubens gegründet. Seit 1986/87 ist das ehemalige Kloster ein kulturelles Zentrum der Stadt. Heute befinden sich dort unter anderem das Städtische Kramer-Museum, das Museum für Niederrheinische Sakralkunst, das Thomasarchiv und die Stadtbibliothek.

Franziskanerkloster Kempen
Franziskanerkloster

6. Paterskirche

Die Paterskirche ist eines der wichtigsten sakralen Bauwerke in Kempen und prägt mit ihrer schlichten, gotischen Architektur das Stadtbild der Altstadt. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und gehörte ursprünglich zu einem Franziskanerkloster. Besonders sehenswert sind der hohe, helle Innenraum, die beeindruckenden Gewölbe sowie die kunstvollen Altäre und religiösen Ausstattungsstücke. 1971 wurde die Franziskanerkirche wegen Baufälligkeit geschlossen, aber 1978 als Museum für Niederrheinische Sakralkunst wiedereröffnet. Die Paterskirche dient heute auch als Konzertsaal, meist klassische Konzerte. Die Kempener Klosterkonzerte genießen auch über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf.

Paterskirche Kempen
Paterskirche

7. Alte Schulstraße

Die Alte Schulstraße in Kempen ist eine malerische, historische Gasse in der Altstadt, die ihren Namen von der früher hier gelegenen Schule erhielt. Besucher schätzen besonders die gut erhaltenen Fachwerkhäuser, die den typischen niederrheinischen Charme der Stadt zeigen. Für mich ist es einer der schönsten Fotospots der Stadt.

Alte Schulstraße
Alte Schulstraße

8. Kuhtor

Das Kuhtor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Kempen und ein gut erhaltenes Stadttor aus dem Mittelalter. Es war Teil der alten Stadtbefestigung und diente ursprünglich sowohl zur Verteidigung als auch als Zugangstor zur Altstadt.

Kuhtor Kempen
Kuhtor

9. Wehrgang mit Peterturm & Turmwindmühle

In Kempen können Besucher noch Teile der historischen Stadtbefestigung erkunden, darunter den Wehrgang mit dem markanten Peterturm. Der Wehrgang ermöglicht einen Einblick in die mittelalterliche Verteidigungsarchitektur und bietet einen schönen Blick über die Altstadt. In der Nähe steht auch die Turmwindmühle, eine restaurierte Holländerwindmühle aus dem 19. Jahrhundert, die ein beliebtes Fotomotiv ist.

Turmwindmühle Kempen
Turmwindmühle

10. Thomas Denkmal

Die Stadt Kempen ehrte 1901 ihren berühmtesten Sohn, Thomas a Kempis mit einem Denkmal auf dem Kirchplatz. Thomas war Augustiner-Chorherr, Mystiker und geistlicher Schriftsteller des 15. Jahrhunderts. Nach seiner Ausbildung in Kempen und Deventer lebte er 72 Jahre im Kloster Agnetenberg bei Zwolle, wo er Priester wurde und als Subprior und Novizenmeister wirkte. Weltweite Bekanntheit erlangte er durch seine Schrift De Imitatione Christi, eines der einflussreichsten Bücher des Christentums. Die Statue stammt vom Aachener Bildhauer Lambert Piedboeuf und steht auf einem zweistufigen Granitsockel, umgeben von einer achteckigen Basaltlava-Einfassung.

Thomas Denkmal Kempen
Thomas Denkmal

11. Heilig Geist Kapelle

Die Kapelle an der Ellenstraße entstand um 1425 als Teil des Hospitals zum Heiligen Geist, das Pilger und Bedürftige aufnahm. Nach späterer weltlicher Nutzung – etwa als Gaststätte, Hotel oder Bücherei – gehört sie heute wieder der katholischen Kirchengemeinde und dient als Ort der Stille und Begegnung.

Heilig Geist Kapelle Kempen
Heilig Geist Kapelle

12. AquaSol

Das AquaSol in Kempen ist ein beliebtes Freizeitbad und Erlebnisbad, das für Besucher aller Altersgruppen ein abwechslungsreiches Bade‑ und Erholungsangebot bietet. Das Bad ist in verschiedene Bereiche unterteilt: ein Warm‑ und Familienbad mit Liegewiesen, ein Sportbad mit Schwimmbecken, ein Nichtschwimmer‑ und Kinderbereich mit Rutsche und Spielattraktionen sowie ein Wellness‑ und Saunabereich für Erwachsene. Als Kind war ich sehr oft hier und es hat mir unglaublich Spaß gemacht.

Aquasol Kempen
AquaSol

13. Kempener Lichtspiele

Die Kempener Lichtspiele sind das kleine, familiengeführte Kino in Kempen. In gemütlicher Kinoatmosphäre werden hier sowohl aktuelle Spielfilme als auch ausgewählte Filme aus dem arthouse‑ oder Sonderprogramm gezeigt – darunter Klassiker, Filmreihen, Filmfestivals oder besondere Themenreihen. Das macht die Kempener Lichtspiele besonders attraktiv für Filmfans, Familien und alle, die Kinoerlebnisse abseits des Mainstreams mögen. Ich gehe hier sehr oft an verregneten Tagen hin. Die Atmosphäre ist viel schöner, als in den großen Kinoketten wie CinemaX.

Kempener Lichtspiele
Kempener Lichtspiele

14. Thomas Archiv

Die Thomas‑Archiv ist eine Dokumentations‑ und Forschungsstätte im Kulturforum Franziskanerkloster in Kempen, die ganz dem Leben, Werk und der Wirkung von Thomas von Kempen (auch Thomas a Kempis) gewidmet ist – einem der bekanntesten Sohn der Stadt und Autor der weltberühmten geistlichen Schrift „Von der Nachfolge Christi“. Das Archiv sammelt, bewahrt und präsentiert eine umfangreiche Bibliothek mit über 2 900 Titeln, darunter zahlreiche historische Ausgaben von Thomas’ Werken aus verschiedenen Jahrhunderten und in vielen Sprachen. Besucher*innen können hier Einblicke in Drucke vom 15. bis ins 21. Jahrhundert, Mikrofilme und Digitalisate sowie andere Zeugnisse zur Rezeption des Mystikers bekommen. Die Einrichtung steht im Erdgeschoss des ehemaligen Klosterbaus, der heute ein Zentrum für Kultur und Geschichte ist – gemeinsam mit dem Stadtmuseum und der Stadtbibliothek. Die Benutzung des Archivs erfolgt nach Terminabsprache; für die Öffentlichkeit ist es donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr zugänglich.

Thomas Archiv
Thomas Archiv

15. Das Städtische Kramer-Museum

Das Städtische Kramer-Museum in Kempen liegt im Kulturforum Franziskanerkloster und zeigt die Sammlung von Konrad Kramer zur niederrheinischen Wohnkultur und Kunsthandwerksgeschichte vom 16. bis 20. Jahrhundert. Besucher sehen Möbel, Keramik, Glas, Gemälde, sakrale Objekte und ein Münzkabinett. Das Museum bietet Sonderausstellungen, Führungen und Kinderaktionen, ist weitgehend barrierefrei und der Eintritt ist frei.

Städtische Kramer-Museum
Städtische Kramer-Museum

16. Das Museum für Niederrheinische Sakralkunst

Das Museum für Niederrheinische Sakralkunst in Kempen befindet sich ebenfalls im Kulturforum Franziskanerkloster und präsentiert sakrale Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart aus Kirchen und Klöstern der Region. Gezeigt werden unter anderem plastische Skulpturen, Altäre, Gemälde, liturgische Geräte und Beispiele religiöser Kunstentwicklung am Niederrhein. Der Eintritt ist frei.

Museum für Niederrheinische Sakralkunst
Museum für Niederrheinische Sakralkunst

17. Gut Heimendahl

Gut Heimendahl in Kempen ist ein historischer, denkmalgeschützter Gutshof am Niederrhein. Besucher können hier das Landleben, das Hofgeschehen und die Haltung seltener Schaf- und Hühnerarten, sowie Schweine, Puten, Enten und Gänse erleben. Die Tiere werden auf den Wiesen aufgezogen, in der hofeigenen Schlachterei verarbeitet und im Hofladen oder in der Gutsküche angeboten. Ziel des Hofes ist es, das historische Ensemble zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 40 Jahren findet auf Gut Heimendahl jeden Samstag von 11.00 bis 15.00 Uhr das traditionelle Suppenessen statt. Des Öfteren finden dort auch verschiedene Events statt.

Gut Heimendahl Kempen
Gut Heimendahl Kempen

18. Wasserburg Gastendonk (St. Hubert)

Die Wasserburg Gastendonk in St. Hubert stammt vermutlich aus dem Jahr 1000 und war über Jahrhunderte ein Rittersitz verschiedener Adelsfamilien. Das heute sichtbare Herrenhaus im Rokoko-Stil entstand im 18. Jahrhundert. Die Burg ist nicht öffentlich zugänglich, aber von der Straße „An der Gastendonk“ gut zu betrachten. Sie eignet sich besonders als Fotostopp. 

Wasserburg Gastendonk St.Hubert
Wasserburg Gastendonk

19. St. Hubertus Kirche (St. Hubert)

Die katholische Pfarrkirche St. Hubertus im Stadtteil St. Hubert ist ein bedeutendes religiöses und historisches Bauwerk. Die heutige Kirche wurde zwischen 1846 und 1850 errichtet und steht unter dem Patronat des heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger.

St. Hubertus Kirche
St. Hubertus Kirche

20. St. Antonius Kirche (Tönisberg)

Die St. Antonius‑Kirche im Kempener Ortsteil Tönisberg ist eine neugotische Backsteinkirche, die 1894–1898 anstelle einer älteren Dorfkirche errichtet und 1898 feierlich geweiht wurde. Sie ist als Baudenkmal geschützt und markiert das kirchliche Zentrum des Dorfes. Die Kirche ist dem heiligen Antonius dem Großen gewidmet und wurde im neugotischen Stil gebaut, der typisch für viele Sakralbauten des späten 19. Jahrhunderts ist. Besonders sehenswert ist auch die Orgel aus dem Jahr 1927 mit 17 Registern, die noch heute rein pneumatisch betrieben wird.

St. Antonius Kirche Tönisberg
St. Antonius Kirche Tönisberg

21. Kastenbockwindmühle (Tönisberg)

Die Kastenbockwindmühle in Tönisberg ist ein historisches Wahrzeichen und eines der wenigen erhaltenen Windmühlen‑Denkmäler am Niederrhein. Sie wurde 1802 erbaut und diente bis 1913 als Getreidemühle, bevor sie stillgelegt wurde. Die Mühle gehört seit 1925 zum Denkmalschutz und prägt mit ihrem hölzernen Bock und dem markanten Kasten das Landschaftsbild auf dem Mühlenberg zwischen Kempen und Neukirchen‑Vluyn. Heute ist sie komplett restauriert und – zumindest an bestimmten Tagen – für Besucher geöffnet. Besonders beliebt ist der „Tag der offenen Mühle“ am Pfingstmontag, an dem der Heimatverein Tönisberg Führungen und Einblicke in die Technik der Mühle anbietet.

Kastenbockwindmühle Tönisberg
Kastenbockwindmühle Tönisberg