SonneMondSterne Festival-Review
Tipps & Tricks für deinen Aufenthalt
Jedes Jahr zieht es zehntausende Feierwütige an den Bleilochstausee in Thüringen – und ich war zum ersten Mal dabei: beim SonneMondSterne Festival, kurz SMS. Drei Tage lang tanzen, campen, feiern und vergessen, welcher Wochentag gerade ist – begleitet von internationalen Top-DJs, hypnotischen Visuals und der einzigartigen Location direkt am Wasser.
In diesem Beitrag nehme ich euch mit auf meine Reise durchs Festival – von der Anreise und dem Campingspot bis hin zum Line-up und der Stimmung. In dieser Review erfährst du, was das Event ausmacht, welche Tipps & Tricks ich für deinen Besuch parat habe und wie nachhaltig das Festival ist.
Inhaltsverzeichnis
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Das SonneMondSterne Festival – kurz SMS – ist eines der größten und bekanntesten Open-Air-Elektro/ Techno-Festivals in Deutschland. Es findet jedes Jahr im August am Bleilochstausee bei Saalburg-Ebersdorf in Thüringen statt und zieht rund 40.000 bis 50.000 Besucher:innen an. Camping ist im Ticket enhalten (Mittwoch bis Donnerstag) das Festival selber findet nur Freitag und Samstag statt. Sonntags finden noch einzelne Veranstaltungen auf dem Festivalgelände statt.
Anreise zum SonneMondSterne
Auto
Eigentlich reisen fast alle mit dem Auto an, da Camping im Ticket enthalten ist und das Auto oder der Wohnwagen direkt an eurem Camp stehen darf. Es kommt also zu sehr großen Staus bei An- und Abreise. Der Zutritt ist nur mit gültigem Festivalticket möglich. Gebühren: ca. 30 € pro Auto, für Wohnmobile, Fahrzeuge mit Anhänger oder Kleinbusse etwa 50 €. Informiert euch also vorher.
ÖPNV
Zielbahnhof ist Bad Lobenstein. Ein kostenfreier Bus-Shuttle vom Bahnhof Bad Lobenstein zum Festivalgelände für Ticketinhaber:innen wird bereitgestellt. Dauer etwa 25 Minuten.
Camping
Camping ist im Ticket enthalten. Das Gelände öffnet meist am Mittwoch um 10:00 Uhr und schließt am Montagmorgen. Es gibt zwei große Campingbereiche:
- Lauter Bereich („Laut Campingplatz“) – wer feiern, Musik machen oder lange wach bleiben will
- Leiser Bereich („Quiet/Leiser Campingplatz“) – ideal, wenn du zwischendurch schlafen oder etwas mehr Ruhe haben willst (den haben wir genommen)
Du darfst dein Auto auf den Campingplatz mitnehmen. Es gibt keine Strom‑ und Wasseranschlüsse für Wohnmobile oder Camper. Toiletten, Duschinseln/ Showerworld (für Gebühr oder Flatrate) und Trinkwasserstationen stehen zur Verfügung.
Atmospähre & Setting
Die Atmosphäre ist locker, offen, partyverrückt. Das Publikum besteht aus jungen und tanzfreudige Menschen aus der Techno-Szene. Es wird viel Wert auf Selbstausdruck, Style, Lichtshows und Feiern ohne Grenzen gelegt. Auf dem Campingplatz selber wird gerne mal getrunken, aber hier stehen vor allem andere Substanzen im Vordergrund.
Was hat das SMS zu bieten:
- Eine große Mainstage
- Zeltbühnen (z. B. Bass-, Techno-, House-Floor)
- Stage am Wasser
- LED-Shows, Visuals und Pyrotechnik
- See zum baden und entspannen
- Party-Boot auf dem See (vorher online buchen)
- Banana Boating
Line-up & Musik
SMS ist ein Festival, das sich ganz der elektronischen Musikszene widmet. Von Mainstream-Acts bis hin zu Underground-Legenden ist alles dabei. Auf mehreren Bühnen und Floors legen internationale Größen aus den folgenden Bereichen auf:
- Techno
- House
- Drum’n’Bass
- EDM
- Electro-Pop
- Minimal & Hardtechno
Diese Acts habe ich live gesehen:
- I Hate Models
- Marlon Hofstadt
- Anyma
- Finch
- Paul Kalkbrenner
- Charlotte De Witte
- Reiner Zonneveld
- Klangkuenstler
Das aktuelle Line-Up findest du hier.
Verpflegung
Auf dem Festivalgelände und dem Campingplatz gibt es zahlreiche Food‑Stände. Wer vegetarische oder vegane Alternativen sucht, ist hier fehl am Platz. Das Festival operiert cashless: Speisen, Getränke, Merchandise sowie Dienstleistungen wie die „Showerworld“ werden über ein Festivalbändchen bezahlt, auf das man Guthaben lädt. Einen Supermarkt vor Ort gibt es nicht.
Organisation
An- und Abreise war die Hölle. Bei der Anreise standen wir knapp 5 Stunden im Stau. Die Abreise war noch schlimmer. 7 Stunden standen wir auf dem Campingplatz. Es ging nichts voran. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Das Festival an sich war gut organisiert. Es wird mit Polizeiwachen, Verkehrs- und Personenkontrollen gearbeitet. Auf dem See sind auch Polizeiboote im Einsatz.
Tipps & Tricks für das SMS & Camping
- Camping ist im Ticket enthalten
- Du zahlst vor Ort mit deinem Festivalbändchen. Dieses bekommst du bei Buchung der Tickets zugesendet und kannst es bei der Buchung auch schon aufladen. Vor Ort kannst du es aber auch noch aufladen mit Bargeld oder Karte. Das Geld was am Ende übrig bleibt kannst du dir zurückzahlen lassen
- Reise Mittwoch sehr früh an, um einen guten Platz zu bekommen. Rechne mit Stau
- Informiere dich über die Parkgebühren
- Du darfst dein Auto auf den Campingplatz mitnehmen
- Für die guten Sanitäranlagen und Duschen musst du bezahlen oder du buchst direkt die Shouwerflatrade dazu (30€)
- Es gibt keine Strom‑ und Wasseranschlüsse für Wohnmobile oder Camper
- Entscheide dich zwischen dem lauten und dem ruhigen Campingbereich
- Glasverbot beachten! Alles lieber in Plastik- oder Metallbehältern mitbringen
- Zelt markieren (z. B. mit Fahne, Lichterkette), um es nachts besser zu finden.
- Nimm eine Powerbank, Stirnlampe und Müllsäcke mit
- Es gibt kostenlose Trinkwasserstellen – nimm eine nachfüllbare Flasche und Wasserkanister mit
- Mach dich vorab mit dem Timetable & Geländeplan vertraut
- Falls du einen bekannten Act in einem der Zelte sehen willst, kannst du dich schon Stunden vorher da anstellen (z.B. Holy Priest) Wenn die Zelte voll sind wird der Eingang geschlossen.
- Reise Sonntag früh ab oder erst Montag (wir standen Sonntag 7 Stunden im Stau)
Nachhaltigkeit beim SonneMondSterne
Beim Thema Nachhaltigkeit gibt es noch sehr viel Luft nach oben.
Trinkwasser ist an mehreren Stellen kostenlos verfügbar, was das Mitführen großer Mengen an Flaschen reduziert. Es gibt lautere und ruhigere Campingzonen, was nicht direkt Umwelt-Nachhaltigkeit ist, aber zur Nutzerzufriedenheit beiträgt und Konflikte reduziert, was indirekt Ressourcen spart. Deinen Müll kannst du an Müll-Stationen gegen Geld abgeben. So versucht das Festival die großen Müllberge auf den Campingplätzen zu reduzieren. Camel hat dort seinen eigenen Stand und verkauft Zigaretten mit tragbaren Aschenbechern, um Müll zu vermeiden. Das war’s aber auch.
Vor allem bei der An- und Abreise werden Unmengen von Co2 ausgeschüttet, es gibt keine Komi-Tickets für den ÖPNV und ich als Vegetarier hatte echt Probleme was zu finden.
„WHier geht’s zum Blogbeitrag „Wie nachhaltig sind Festivals? – Tipps & Tricks für Veranstalter und Fans“.
Fazit
SMS war jetzt nicht das beste Festival auf dem ich je war. Es gibt bei der Organisation und vor allem bei der Nachhaltigkeit sehr viel Luft nach oben. Für mich war es das erste „Techno-Festival“ und ich musste mich erst Mal an diese „andere Welt“ gewöhnen, vor allem an die Freizügigkeit. Für Menschen aus der Szene ist es auf jedenfall eine super Sache und mit der richtigen Truppe kann man dort echt Spaß haben (so wie ich). Positiv fand ich den See und die Möglichkeit sich abzukühlen und schwimmen zu gehen.
